Chris Kister
* English biography below
Die Cellistin Esther Jelena Saladin (geboren in Zürich) tritt in Kammermusik- und Ensembleformationen, sowie als Solistin auf.
In ihrer Arbeit spannt sie den Bogen vom klassischen Repertoire zu zeitgenössischer Musik. Eigene Projekte bringen ihre Kreativität in spartenübergreifenden Formaten zum Ausdruck, wie jüngst die Improvisations-Performance SOLAR PLATTER (2025/26) mit der Bildenden Künstlerin Inês Rebelo, oder PLEXUS (2024) mit der Komponistin Silvia Rosani. Mit beiden verbindet sie eine langjährige kreative Zusammenarbeit. In diesen Formaten kreiert Esther auch ihre eigene Musik, oft im Rahmen von freier Improvisation und unter Einbezug ihrer Stimme.
Esther Saladin ist Cellistin von United Instruments of Lucilin (Luxembourg) und Mitglied im Ensemble uBu , das sich in der Verbindung von Musik und Tanz epochenübergreifend bewegt; des Weiteren ist sie Gründungsmitglied des Trio Radial (Horn, Klarinette, Violoncello), das regelmäßig Kompositionsaufträge für diese Besetzung vergibt.
Darüber hinaus spielt Esther Saladin in weiteren kammermusikalischen Besetzungen.
Engagements führen Esther Saladin als Solocellistin zum HR- und WDR-Symphonieorchester, sowie zu Ensembles wie Collegium Novum Zürich, Ensemble Modern, Ensemble Musikfabrik, Bayerisches Kammerorchester B.Br. u.a. Sie konzertiert mit Dirigent:innen wie Peter Rundel, Enno Poppe, Johannes Kalitzke, Vimbayi Kaziboni u.a. europaweit an Festivals wie Schwetzinger Festspiele, Eclat Festival, Ultima Festival Oslo, GAS Festival Göteborg, Musikfestival Bern, Musikpodium Zürich, Donaueschinger Musiktage, Cresc... Biennale Frankfurt, Huddersfield Contemporary Music Festival, Gaudeamus Festival, und in Häusern wie Deutschlandfunk, SWR Freiburg, Theaterhaus Stuttgart, Beethovenhaus Bonn, Kölner Philharmonie, Tonhalle Zürich, ZKM Karlsruhe, Staatstheater Wiesbaden, Hessischer Rundfunk, Goldsmiths University of London, Concertgebouw Amsterdam.
Esther Saladin hat zahlreiche für sie geschriebene Werke für Cello solo uraufgeführt, darunter 2021 “The Tides Soul” von Huihui Cheng, “White Mask” von Silvia Rosani (2016, 2019 Version mit Elektronik), “Samsara” von Marcelo F. Lazcano (2019), “Herkunft - entschlüsseln, entbehren” von Hans Tutschku (2019) u.a.
Ihre Projekte führten sie zur Zusammenarbeit mit Komponist:innen und Musiker:innen wie Charlotte Hug, Timm Vogler (Vogler Quartett), Hansjacob Staemmler (HfMDK Frankfurt), Lucas Fels (Arditti Quartett), Barbara Maurer (Ensemble Recherche), Helmut Lachenmann, Nicolaus A. Huber, Caspar Johannes Walter u.a..
In Zusammenarbeit mit der Komponistin Silvia Rosani und der bildenden Künstlerin Inês Rebelo entstand über die Jahre 2016 bis 2019 das gemeinsame interdisziplinäre Performance- und Installationsprojekt WHITE MASKS, im Zuge dessen sie an einer Residenz des DME Festivals in Seia, Portugal, teilnahmen und das Projekt in London, Huddersfield, Seia und Frankfurt am Main aufführten.
2022-24 entstand ein weiteres interdisziplinäres Projekt in Zusammenarbeit mit Silvia Rosani, PLEXUS - eine Improvisationsperformance mit Cello, Zuspielen, Stimme und Live-Elektronik. Aufführungen fanden in Basel (ignm), Klagenfurt (ignm) und Göteborg (GAS Festival) statt.
Es entstanden Aufnahmen mit dem Deutschlandfunk, dem Bayerischen Rundfunk und mit dem Experimentalstudio des SWR, so u.a. die Portrait-CD von Klaus Ospald in der Reihe musica viva des BR Klassik (nr. 42).
Im Deutschlandfunk nahm Esther Saladin zusammen mit Ensemble uBu das Werk “Calling Sirenes” von Huihui Cheng für das Label Edition Neue Musik auf. In Zusammenarbeit mit dem Experimentalstudio des SWR wurde das Werk von Hans Tutschku, „Herkunft - entschlüsseln, entbehren“ für Violoncello und 8-kanalige Live Elektronik aufgenommen.
Zusammen mit ihrer Duopartnerin am Klavier, Sophie Patey, widmet sich Esther Saladin mit Vorliebe der Musik der Spätklassik und Frühromantik. Einer ihrer Schwerpunkte ist die Musik Ludwig van Beethovens.
Esther Saladin unterrichtet an der Musikschule Bingen am Rhein und auf privater Basis in Frankfurt, sowie an Kursen und Workshops im Fach Violoncello und Kammermusik. Von 2009-2011 war sie Lehrkraft für Violoncello an der Städtischen Musikschule Kornwestheim. Regelmäßig ist sie Lehrkraft an den Sihlauer Kammermusikkursen für Kinde rund Jugendliche. Weitere Lehrengagements u.a. im Rahmen des Sonemus Festes 2018 (Kammermusik-Meisterkurse für Bachelor- und Masterstudierende der Musikakademie Sarajevo).
Zusammen mit dem Trio Radial verbindet sie eine Zusammenarbeit mit den Kompositionsklassen der Musikhochschule Frankfurt, in deren Rahmen Werke von Studierende uraufgeführt und Workshops zu Notation und Instrumentation gegeben werden.
In einer Musikerfamilie in Zürich aufgewachsen, erhielt Esther Saladin als Kind Cello- und Klavierunterricht. Ihre ersten prägenden Lehrer:innen waren Reto Cuonz und Rebecca Firth (Cello), Lorenz Rey und Margie Wu (Klavier). Frühzeitige solistische Auftritte mit den Cellokonzerten von Camille Saint-Saëns und Joseph Haydn, sowie mit Kol Nidrei von Max Bruch, gaben Esther Saladin erheblichen Antrieb.Esther Saladin studierte zunächst zwei Semenster an der Hochschule der Künste Bern, bevor sie ihr Studium an der Musikhochschule Stuttgart bei Prof. Conradin Brotbek (BA, MA) fortsetzte. Den Masterstudiengang schloss sie 2012 mit Auszeichnung ab. 2012 - 2013 folgte ein prägendes Jahr als Stipendiatin der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA) in Frankfurt am Main.
2026 schloss Esther Saladin den MAS in Erweiterter Musikpädagogik als Weiterbildungsstudiengang an der Zürcher Hochschule der Künste ab.
Wichtige Impulse bekam sie in Meisterkursen bei Tabea Zimmermann, Wen-Sinn Yang, Claude Starck, Martina Schucan und Emilio Colón.
Esther Saladin erhielt Preise und Auszeichnungen bei Wettbewerben, zuletzt im Herbst 2016 den Pergamenschikow Kammermusikpreis mit dem Trio uBu. Weiterhin erhielt sie den Förderpreis der Polytechnischen Gesellschaft 2012 und den Förderpreis des Pergamenschikow Kammermusikpreises 2013 mit dem Améi Quartett.
Chris Kister
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